Besonderheiten des Messedesigns

Vierzoniges Kommunikationsschema für einen Messestand

Sinnvollerweise geht man bei der Erstellung von Messeständen von vier Zonen aus. Dadurch lassen sich die Aufgabenbereiche von außen nach innen anordnen:

Dabei wäre als erstes die Orientierungszone zu nennen. Das Publikum orientiert sich in diesem äußeren Bereich und nimmt wahr, was auf dem Messestand überhaupt angeboten wird. Hier befindet sich der Messebesucher in einer Entscheidungsphase und überlegt, ob er den Messestand betreten soll oder nicht.

In der Orientierungszone muss also etwas stattfinden beziehungsweise dort muss etwas angeboten werden, das die Aufmerksamkeit des potentiellen Kunden weckt. Der Messebesucher muss dazu verführt werden, sich genauer über das Unternehmen beziehungsweise deren Produkte oder Dienstleistungen zu informieren. Der zweite Bereich ist die Präsentationszone. So dass sich Besucher selbstständig über das Angebot informieren können, muss es im nächst inneren Bereich präsentiert werden. Dort stehen für erste Fragen auch Berater zur Verfügung.

In geschlossenen Verhandlungsräumen oder im hintersten öffentlich zugänglichen Bereich befindet sich die Besprechungszone. Hier können in gemütlich komfortablen Sitzgruppen vertiefende Gespräche stattfinden. Abgeschlossene Funktionsräume mit Lagermöglichkeiten, Garderobe, Küche und anderen sind im publikumsfernsten Bereich Teil der Funktionszone. Für alle Messestände ist diese gedankliche Aufteilung in vier Zonen nutzbar. Für diese typische Ausgestaltung muss aber erst eine gewisse Standgröße vorhanden sein. Auf die Präsentations- und Orientierungszone muss natürlich ein kleiner Stand von beispielsweise 4 oder 5 m² beschränkt werden. Hier kann vielleicht eine Kiste die Funktionszone bilden.

Layout für Messestände

Die Wand eines Messestandes erweckt beim Entwurf am Rechner den gleichen Eindruck wie auf einem Blatt Papier. Das Layout für einen Messestand differiert trotzdem wesentlich von dem eines Plakats oder einer Buchseite. Ungefähr in Augenhöhe (bei circa 170 cm) liegen müssen alle Elemente, die vom Besucher bewusst wahrgenommen werden sollen und nicht nur Dekoration sind. Die Greifhöhe (von circa 80 cm bis circa 230 cm) bildet die maximale Unter- und Obergrenze. Nur sehr auffällige Elemente, die eine Fernwirkung über die Grenzen des Messestandes hinaus erzeugen sollen, sollten oberhalb der Greifhöhe platziert sein. Manchmal befinden sich unterhalb der Greifhöhe Beschreibungen für Exponate oder ähnliche Sachen. Damit sie komfortabel von oben gelesen werden können, müssen diese Texte waagerecht oder auf einem schrägen Pult liegen.

In Zentimetern und nicht in Punkt werden sinnvollerweise die Schriftgrößen im Messebau skaliert. Dass 1 m Leseabstand, 1 cm Schriftgröße erfordert, ist die dahingehende Faustregel.

Aktionen und Objekte

Aktionen und Objekte kommen im Kommunikationsdesign für Messen eine besondere Bedeutung zu. Aktionen und Objekte sind für den Messebesucher eingehender, auch wenn auf Messeständen auch Bilder und Texte ihren Platz finden. Eingehender als eine Vorführungen sind vor allem Aktionen, bei denen die Besucher selbst Hand anlegen können. Angebotene Produkte, welche von den Besuchern eventuell getestet und angefasst werden können, bezeichnet man in diesem Zusammenhang als Objekte. Verkleinerte oder auch vergrößerte Modelle der Produkte sind ebenfalls sehr einprägsam.

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